Vorsorge durch eine Getriebespülung - Prävention statt Reparatur

Automatikgetriebe stehen im Verlauf ihres Betriebs vor erheblichen Herausforderungen. Sie übernehmen die Rolle des Bindeglieds zwischen dem Motor und den Rädern. Dies bedeutet, dass insbesondere bei Fahrzeugen mit großem Gewicht oder hoher Leistungsstärke beträchtliche Drehmomente auf das Automatikgetriebe einwirken. Die dadurch bedingte signifikante Abnutzung unterstreicht die Notwendigkeit einer periodischen Instandhaltung. Allerdings verwenden viele Fahrzeughersteller für die Getriebe sogenannte Lebensdauer-Öle. Dies führt zu einer irreführenden Sicherheit bei den Kunden und resultiert nicht selten in Schäden am Automatikgetriebe.

Im Verlauf der Betriebsdauer eines Getriebes unterliegen die individuellen Bauteile unzähligen Bewegungen. Da eine Übertragung von Kräften erforderlich ist, lassen sich Berührungen nicht gänzlich verhindern. Diese wiederum tragen zu einem allmählichen, aber stetigen Verschleiß bei, der sich in Form winziger Metallspäne auf bestimmten Bauteilen oder im Öl niederschlägt.

Im Laufe der Zeit nimmt das Getriebeöl geringe Mengen Wasser auf. Dies geschieht oft trotz Dichtungen und ist nahezu unvermeidlich. Dennoch führt das Wasser zur Verdünnung des Öls und beeinträchtigt dessen Schmierfähigkeit. Infolgedessen verstärkt sich der Abnutzungsprozess noch mehr. Dies geschieht auch aufgrund der Möglichkeit von Korrosion – also der Bildung von Rost.

Eine fachkundige Reinigung des Automatikgetriebes bringt erhebliche Vorteile mit sich. Etwa nach einer Distanz von 60.000 Kilometern empfiehlt sich die Spülung des Automatikgetriebes mit einem speziellen Zusatzstoff. Diese Prozedur entfernt Ablagerungen wie Rückstände, Metallabrieb und Metallspäne aus dem System und mindert somit das Risiko künftiger Getriebeprobleme und erhöht somit langfristig die Lebensdauer eines Getriebes.

Es ist angebracht, eine Getriebe-Spülung in Betracht zu ziehen und das ATF-Öl nachzufüllen, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Unruhiges Einlegen der Gänge
  • Beeinträchtigte Schaltvorgänge mit Klopfen und Störungen beim Gangwechsel
  • Verzögerungen beim Schalten
  • Schwierigkeiten beim Kickdown
  • Eingeschränkte Anfahrtsleistung
  • Schalten bei überhöhter Drehzahl